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und des Landes Niedersachsen.
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Wirtschaftliche Veränderungen erzeugen zunehmend neue Anforderungen an Unternehmen, Institutionen und Hochschulen. Mobilität und Mut zum Wandel werden dabei zu entscheidenden Kriterien für den Erfolg. Aber auch Kontinuität und der Bonus des Bewährten haben Gewicht. Die Kunst der Balance, die auf Bewegung setzt, der Blick über den Tellerrand und ein gelegentlicher Perspektivenwechsel sind dafür nötig. Die Mischung macht’s – sie ergibt die Meisterschaft. Sich(t)wechsel(n) ist eine kontinuierliche, aktuelle Herausforderung an Frauen und Männer in Führungspositionen.
Die Herausforderung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes Sich(t)wechsel(n) war, den Positionstausch praktisch zu vollziehen, hier als Beispiel zu gelten und mitten im Berufsalltag kurzfristig Neues zu wagen. Für alle Beteiligten keine leichte Aufgabe. Umso mehr freut uns, dass wir hochkarätige Tauschpartnerinnen und Tauschpartner gewinnen konnten, die für einen Tag Einblicke in ihre berufliche Privatsphäre zugelassen haben. Allen Frauen und Männern wurde Flexibilität und Einfühlungsvermögen abverlangt. Insbesondere die Fähigkeit zu entwickeln, das eigene Können kritisch zu betrachten, neue Prozesse unter Zeitdruck zu akzeptieren und in Gang zu setzen. Und vor allem den Mut aufzubringen, die eigene Perspektive in der Öffentlichkeit zu wechseln.
Um eine Erkenntnis aus dem Projekt Sich(t)wechsel(n) gleich vorweg zu nehmen: Ein Schreibtisch ist etwas ganz Intimes. Sowohl Stil, Form, Ordnung oder Unordnung, als auch Größe und Organisation rund um das vermeintlich wichtigste Möbel in unserem Leben lassen dezidierte Rückschlüsse auf die Eigenarten des jeweiligen Besitzenden zu. Zusätzlich wird das direkte Umfeld automatisch mit einbezogen und Teil der Betrachtung. Erst danach geht es um die Abfolge der Tagesagenda. Die Autorinnen interessieren sich dabei für die Wahrnehmung des neuen Umfeldes, das Erleben und Durchführen von neuen Aufgaben, das Erkennen von Unterschieden – mit dem Ziel, Menschen mit ihren Ideen und Möglichkeiten aufeinander aufmerksam zu machen und die Frage zu beantworten: Werden Synergien entdeckt, können gemeinsame Strategien entwickelt werden?
Aus den Erlebnissen und Schilderungen aller Tauschpaare und verschiedenen Gesprächen mit prominenten Menschen haben wir Schlussfolgerungen gezogen.
Einzelheiten darüber, wie das Projekt Sich(t)wechsel(n) durchgeführt wurde, wer wie getauscht hat und wie es den Managern, Professorinnen und Professoren, den Männern und Frauen in führenden Positionen ergangen ist, sind hierin beschrieben. Was sie wahrgenommen haben, welche Irritationen den Tausch erschwerten, wo es für alle Beteiligten einfach war und am Ende die Kernfrage: Was hat es gebracht? Antworten auf all diese Fragen finden Sie in diesem Buch.
Sämtliche Wahrnehmungen und Äußerungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind faktisch in diese Evaluation eingeflossen. Mit respektvollem Blick auf die Tauschpaare erfasst das Buch die wesentlichen Details.